Werkbeiträge für Winterthurer Autorinnen und Autoren

Medienmitteilung 8 | Landbote

Die Stadt Winterthur hat die diesjährigen Werkbeiträge in der Sparte Literatur vergeben. Die Literaturkommission wählte aus den eingegangenen Bewerbungen die Projekte von Eva Ashinze und Miguel Garcia, Ruth Loosli, Joshua Muhl und Susan Schoch aus. Die Vergabe von Werkbeiträgen hat zum Ziel, das Schaffen von Winterthurer Autorinnen und Autoren zu fördern.

Mit Werkbeiträgen werden ausgewählte Literaturprojekte gefördert, die zwar noch im Entstehen sind, von denen jedoch bereits greifbare Ergebnisse vorliegen. Zum Wettbewerb zugelassen sind alle literarischen Formen. Die Ausschreibung 2019 stiess auf ein erfreuliches Echo: Dreizehn Autorinnen und Autoren bewarben sich mit einem Beitrag. Die Palette der eingereichten Projekte reichte dabei vom Kinderbuch und Comic über Gedichte bis hin zu Romanen. Die Literaturkommission der Stadt Winterthur hat die Eingaben juriert und folgende vier Projekte mit einem Werkbeitrag von je 5000 Franken ausgezeichnet:

Eva Ashinze und Miguel Garcia, Projekt «Mord im roten Töss»

Die Autorin Eva Ashinze und der Historiker Miguel Garcia haben beide bereits mehrere Publikationen veröffentlicht. Für den historischen Kriminalroman «Mord im roten Töss» arbeiten sie erstmals gemeinsam an einem Buch. Der starke Winterthur-Bezug lässt eine beachtliche Ausstrahlung der Publikation in und über Winterthur hinaus erwarten. Die Jury möchte mit dem Werkbeitrag das kontinuierliche und seriöse Schaffen Ashinzes und Garcias unterstützen.

Ruth Loosli, Projekt «Stimmen hören»

Die seit 2002 in Winterthur lebende Ruth Loosli veröffentlichte ihre Gedichte bereits in verschiedenen Anthologien, Literaturzeitschriften und in mehreren Gedichtbänden. Mit «Stimmen hören» wagt sich die Autorin erstmals an einen längeren Text und an ein für sie neues Genre. Mit dem Werkbeitrag möchte die Jury einerseits die Weiterentwicklung der Autorin fördern, sowie deren bisheriges Schaffen wertschätzen.

Joshua Muhl, Projekt «Jemima»

Der seit 2016 in Winterthur lebende Joshua Muhl widmet sich mit seinem Projekt «Jemima» dem Milieu der Freikirchen. Die Dringlichkeit und das Bedürfnis des Autors, eine Geschichte zu erzählen, waren für die Jury stark zu spüren. Sie erkennt in Muhl bedeutendes Potential für eine weiterführende Tätigkeit und möchte daher diesen vielversprechenden Autor mit dem Werkbeitrag unterstützen.

Susan Schoch, Projekt «kurze geschichten»

Susan Schoch trat bisher in Winterthur als Bildende Künstlerin in Erscheinung und ist somit eine Quereinsteigerin im Literaturbetrieb. Die Jury fühlte sich sehr angesprochen von der selbstironischen und erfrischend ehrlichen Erzählerin von «kurze geschichten», die aus einem grossen Erlebnisschatz schöpfen kann. Die Kommission möchte Susann Schoch mit dem Werkbeitrag ermutigen, diesen neu eingeschlagenen Weg als Autorin weiterzuverfolgen.

Die Werkbeiträge Literatur der Stadt Winterthur werden alle zwei Jahre öffentlich ausgeschrieben. Die diesjährige Ausschreibung erfolgte im April. Teilnahmeberechtigt waren Autorinnen und Autoren, die seit mindestens drei Jahren in Winterthur wohnen oder deren künstlerischer Hauptwirkungsort seit mindestens drei Jahren Winterthur ist. Die Jurierung anhand von Textproben des geplanten Projekts erfolgte durch die städtische Literaturkommission. Im Rahmen des Wettbewerbs werden jeweils Werkbeiträge zwischen 5000 und 10 000 Franken vergeben. Die Anzahl der Werkbeiträge liegt im Ermessen der Jury.

Mitglieder der Jury:

  • Michael Künzle, Stadtpräsident (Präsident)
  • Wolfgang Vogel, Buchhändler
  • Angelika Maass, Kulturpublizistin
  • Ramona Früh, Literaturveranstalterin
  • Helmut Dworschak, Journalist
  • Franziska Gabriel, Projektleiterin Bereich Kultur